Historie

Das war schon ein „dickes Ding“ 1952: Der Schiffsanleger am Alten Bock, das Tor nach Walluf für die Rheinschiffe, wurde über die Köpfe der Bürger hinweg einfach verkauft, um Geld in die Gemeindekasse zu bekommen. Viele, die sich für den Erhalt eingesetzt hatten, fühlten sich übergangen und getäuscht. Ihnen war klar: Die politischen Parteien vertreten unsere Interessen nicht mehr. Protestieren reicht nicht: Wir müssen im Gemeindeparlament vertreten sein, wenn wir solche Torheiten verhindern wollen. Und wir wollen in Zukunft mitreden, wenn es um unser Walluf geht. So schlossen sie sich zur Bürgervereinigung Walluf zusammen und nahmen an der nächsten Kommunalwahl teil.

Karl-Ludwig Schonlau, Friedel Frigge, Manfred Ziggel, Claus Bug, H.-Josef Schneider, Hajo Becker, Ralf Reiter waren und sind einige der namhaften Wallufer, die sich seit nun fast sieben Jahrzehnten für ihre Gemeinde in der BVW engagiert haben.  Sie haben viel erreicht. Z. B. dass Walluf die einzige Rheingaugemeinde mit ausgeglichenem Haushalt ist, ist dem jahrzehntelangen Kampf der BVW (zusammen mit der CDU) zu verdanken.

Die BVW ist unverdrossen für Walluf im Einsatz. Beispiele aus den letzten Jahren. Unsinniges konnten wir stoppen:

Für die Mehrheit im Parlament war die Einführung einer für uns Bürger und unsere Verwaltung kostspieligen Straßenbeitragssatzung beschlossene Sache. Die BVW hat sich als einzige Fraktion stets geschlossen gegen diese neue Abgabe gestellt. Mit einer von uns initiierten Anfrage beim damaligen Finanzminister Hessens konnte die Einführung abgewendet werden.

Mit der „Kanzel am Deich“ (Aussichtsplattform am Schiersteiner Wasserwerk mit 1,50 (!) m Höhe) wären wir zum Gespött bei Mario Barth geworden. 

Stolz sind wir andererseits auf die tolle Kita „Paradies“. Der BVW ist es gelungen, private Grundstückseigentümer zum Verkauf zu bewegen, so dass die Kita heute eine gute Zufahrt und ein großzügiges Spielgelände besitzt.

In der Wahlperiode 2021 – 2026 beschloss die Gemeindevertretung einstimmig oder mehrheitlich, jeweils auf Anregung der BVW-Fraktion, den Umbau der Bushaltestellen so zu planen und abzuschließen, dass sie heute alle barrierefrei und überwiegend als Buchthaltestellen erhalten sind; der entsprechende Umbau des Bahnhofs folgt im 2. Halbjahr 2026;
für das Neubaugebiet Rosenhof samt KiTa Villa Regenbogen einen Städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen – erst den zweiten in Wallufs Geschichte –, der immerhin acht Entwürfe hervorgebracht hatte;
im vorhandenen Gewerbegebiet zum Schutz des Gebietscharakters keine Einrichtung für eine Flüchtlingsunterkunft zu erlauben, stattdessen bot sich die jetzt gewählte Fläche an;
eine Gestaltungssatzung zum Schutz von Freiraum und Klima, die interfraktionell in neun Arbeitssitzungen erarbeitet wurde.

Die BVW ist keine „Eintagsfliege“. Von 1952 bis heute finden sich in ihr immer wieder kompetente, integre Frauen und Männer zusammen, denen es nicht reicht, im schönen Walluf nur zu wohnen. Sie wollen durch ihren Einsatz dazu beitragen, dass Walluf l(i)ebenswert bleibt.